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Fortschritt oder Sünde? Italien diskutiert über Mitnehm-Kaffee

Kaffeetrinken in Italien folgt einem fast schon religiösen Ritual. Doch auch im Ursprungsland der Espresso-Kultur sind immer mehr Menschen mit Coffee to go in der Hand unterwegs. Manch einer hält das für frevelhaft.

Tassen klappern, die Espressomaschine zischt. Den Bon für den «Caffè» legen Männer im Anzug mit Aktentasche genauso wie eine Frau mit löchrigen Jeans auf den Tresen des Cafés Sant’Eustachio im Zentrum von Rom. Seit fast hundert Jahren stehen Einheimische und Touristen mit einem Espresso vor sich an der Bar. Neu ist hingegen, dass der junge Barista aus dem Stimmengewirr inzwischen häufiger die Wörter «da asporto», zum Mitnehmen, hört.

«Seit rund einem Jahr bieten wir Coffee to go an», sagt Federica Ricci. Sie koordiniert in dem Café nahe dem Pantheon den Verkauf. Auch die Italiener finden immer weniger Zeit, für einen Kaffee an der Bar Platz zu nehmen, erzählt sie. Deswegen werde der Trend zum Mitnehm-Kaffee weiter zunehmen.

Ähnliches berichten sie auch im Traditionscafé La Casa del Caffè Tazza d’Oro auf der anderen Seite des Pantheons. Seit der Gründung gehen hier Espressi to go über den mit Holz vertäfelten Tresen. Doch für die Mitarbeiterin Laura Birrozzi passt der Kaffee im Einwegbecher nicht so recht zur italienischen Kaffeekultur: «Ein Coffee to go ist ein schneller Kaffee, aber kein italienischer», sagt sie.

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Olivenöle aus Istrien: Höchste Auszeichnung

Völlig überraschend erhielt das "Vergal Frantoio" von Laguna Novigrad die Auszeichnung "Best in Class" auf der "New York International Olive Oil Competition". An der weltweit größten Olivenöl-Verkostung nahmen über 800 Produzenten aus insgesamt 26 Ländern teil, wodurch der Stellenwert dieses Wettkampfes noch deutlicher wurde. Laguna Novigrad ist eines der führenden Unternehmen Kroatiens, das Campingplätze, Ferienanlagen bzw. Hotels betreibt. Mit der Kultivierung von Olivenöl wurde im Jahr 2005 begonnen, wobei die Sorten "Istarska bjelica", "Leccino" bzw. "Frantoio" produziert werden. Die Jury zeigte sich vor allem von der richtigen Balance zwischen würzigen und bitteren Aromen begeistert, äußerst gut passt das Öl zu gereiftem Käse, Wild, Trüffel bzw. Beefsteak. Ausgezeichnet wurde auch das "M´Olive" von OPG Maked aus Rovinj in der Kategorie "Delicate", darüber hinaus gingen noch sieben "Silver Awards" und 13 "Gold Awards" an weitere kroatische Teilnehmer.

Foto: www.pixabay.com/Pezibear

 
Konobas: Bodenständige Küchenkultur

Istrien verfügt nicht nur über zahlreiche Gourmetrestaurants, sondern auch über viele traditionsreiche "Konobas", alte Landgasthäuser, in denen vor allem bodenständige Speisen serviert werden. Sehr beliebt sind beispielsweise Käse und Prsut, Wild- und Schweinefleisch, Lamm, Rind oder Fischgerichte. Einheimische essen gerne Ragouts mit regionalen Nudeln, je nach Saison spielen aber auch Trüffel, Pilze und Spargel eine wichtige Rolle. Sehr zu empfehlen sind Gerichte aus der sogenannten "Peka", einer Pfanne, in der Fisch oder Fleisch in der Glut einer Feuerstelle gegart wird. Dadurch bleiben die Aromen erhalten und das Fleisch ist saftig und weich.

Tipp: Statten Sie beispielsweise der Konoba Stari Podrum in Momjan einen Besuch ab, wo Pilzgerichte, köstliche Steaks oder Zwetschkenknödel auf der Speisekarte stehen.

Foto: www.pixabay.com/RitaE

 
Krasica: Oleum Olivarum 2017

Vom 11. bis 12. März 2017 findet im kleinen Ort Krasica die bereits 20. "Oleum Olivarum" statt, die zu den ältesten kroatischen Olivenölmessen zählt. Im Laufe der Zeit hat sich die Messe zu einer bekannten Olivenölschau entwickelt, an der sowohl Hersteller als auch Olivenverbände und Forschungsinstitutionen teilnehmen. Besucher haben die Möglichkeit, an verschiedensten Ständen erstklassiges Olivenöl sowie istrische Gerichte bzw. Wein und Honig zu verkosten. Darüber hinaus gibt es Vorträge von Experten und die besten Olivenölhersteller erhalten Medaillen für ihre Produkte.

Foto: www.pixabay.com/Pezibear

 
Istrien: Weltweit beste Olivenölregion

Für die neue Ausgabe der "Flos Olei" wurden erneut die weltweit besten Olivenöle aus 59 Ländern ermittelt. Von 500 Ölen stammen dabei 61 aus Istrien und die Region überholt damit sogar so bekannte Gegenden wie die Toskana. Darüber hinaus gewannen zwei istrische Manufakturen Spezialwertungen: Aleksandra Vekic konnte in der Kategorie "mittelfruchtig" punkten, Sieger in der Kategorie "intensiv fruchtig" wurde Klaudia Ipsa.

Das Olivenöl aus Istrien war schon zu römischen Zeiten sehr beliebt, in den letzten 20 Jahren wurde der Olivenbaumbestand dann um eine Million erhöht und alte Sorten rekultiviert.

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